Koch-Treff am 23.5.

Tatort des kulinarischen Krimis, Teil 2, war dieses Mal die Michaela'sche Bude und gegen halb sechs fanden sich die üblichen Verdächtigen zur Lagebesprechung ein. Das Opfer: Die japanische Küche in Form von Miso-Suppe und veg. Sushi, das Tatwerkzeug: heiße Kochtöpfe, scharfe Küchenmesser, knallharte Schneidebrettchen, das Motiv: pure Genuss-Sucht... *g*

 

Aber der Reihe nach: Zuerst gab's die obligatorische Aufgabenverteilung, wer schnibbelt, wer brutztelt, wer köchelt und wer sagt einfach nur wo's lang geht. Während das Männervolk sich der ehrenvollen Aufgabe des Sushi-Röllchen-Inhalt-Schnibbelns widmete, zog in der Küche schon manch eine die Stirn über das doch leicht anspruchsvolle Sushi-Reis-Rezept kraus und beschloss dann den Schwierigkeitsgrad noch durch Kombination zweier Rezepte zu erhöhen, während der andere Teil grübelte, warum die Miso-Suppen-Menge so gering erscheint. Upps, hätt ich doch erwähnen sollen, dass alle Zutaten doppelt gezählt werden müssen...? Ähm, ja, also... Okay, noch mal das Gleiche in Grün und plötzlich roch's in meiner Küche wie auf nem Fischmarkt, was uns zu der Frage brachte, ob denn nun die Algen nach Fisch riechen oder vielleicht nur alle Fische nach Algen oder so?! Egal, roch grässlich, aber sah interessant aus.

 

Da unserer Reis wirklich n Anspruchsvoller und sehr Langsamer war und uns die Mägen knurrten, gab's vorab schon das Süppchen, das...nunja...vielleicht nicht unbedingt jedermanns Geschmack ist, aber trotzdem brav aufgeschlabbert und für interessant befunden wurde *g* Erste Spülrunde und nü war auch der Reis fertig und es ging ans Röllchen machen, was auch eine kleine Kunst ist. Nicht zuviel in ne Rolle packen, immer schön Platz zum "Zukleben" lassen, den Reis irgendwie von den Pfoten auf das Nori-Blatt bekommen, zwar mal nach Tesafilm oder Tucker schielen, aber letztlich doch die Finger davon lassen und irgendwann auch mal wieder AUFHÖREN! Ok, die letzte Warnung kam definitiv zu spät, denn irgendwann hatte es jeden gepackt, seine eigenen Kreationen zu verwirklichen und somit hatten wir anschließend diverse Teller voll mit Sushi-Stückchen...

 

Mit Kerzchen aufm Tisch, Pflaumenwein in der Hand und Teller auf dem Schoß balancierend ging's dann an die Verköstigung und ich würde sagen, gelungen, absolut gelungen! Abgerundet wurde alles mit Litschis und wieder mal vielen schönen Gesprächen und viel Gelächter ;-)