Send-Besuch am 24.10.

Es regnet, es ist Send, es ist der Feuerwerkabend, ob die Glocken läuten, ist aufgrund des Kirmesmusik-Lärms nicht zu hören, aber auf jeden Fall sind wir wieder mitten im Getümmel und freuen uns auf einen schönen Send-Besuch!

 

Zuerst lockt das Kettenkarussell mit seinem Wellenflug im nächtlichen Abendhimmel. Bunte Lämpchen, Seifenblasen, die uns um die Nase fliegen, das schöne Gefühl der Schwerelosigkeit und hinterher ein ordentlicher Drehwurm – wat isset schön... Beschwingt erkunden wir weiter den diesjährigen Herbstsend, umgeben von betörenden Düften, Dingen, die die Welt nicht braucht, Küchengerätevorführungen und verschiedenen Verkaufsständen, die uns neugierig machen.

 

Schon der verrückte Hutmacher aus "Alice im Wunderland" wusste: "Ein guter Hut tut gut!" Das sehen wir auch so und probieren verschiedene Kopfbedeckungen auf, vom braven Baumwollmützchen bis hin zum neckischen Lackkäppi. Am nächsten Stand locken die Flaschenkinder unter uns die ungewöhnlichen Flaschenöffner in Form von Motorrädern, Echsen, Fahrrädern und scharfen, unangezogenen Frauen. Frank erliegt auch direkt dem Sirenengesang einer dieser Silberladies und trägt sie anschließend stolz am Reißverschluss seiner Jacke über den Send ;-)

 

Weiter geht's im Sauseschritt und knurrenden Mägen zur nächsten Pommesbude. Auf salzig folgt süß und wir geben uns am Süßigkeitenstand den sündigen Verlockungen diverser Mandelsorten hin, von den "normalen" gebrannten Mandeln bis hin zu Kako- und Tiramisumandeln. Andächtiges Geknusper...

 

Wo geht man auf dem Send hin, wenn man es trotz leichtem Regen den ganzen Abend geschafft hat, trocken zu bleiben? Richtig, in die Wildwasserbahn. Ich sag ja nicht, dass ich's gesagt habe, aber es war ja auch völlig klar, dass wir den einzigen Wagen ohne Spritzschutzscheibe (oder wie dat Dingen heißt) erwischen und deshalb in den Genuss des vollen, nassen Erlebnisses kommen. Aber bevor wir uns in die Wogen stürzen, geht unsere feuchtfröhliche Reise noch durch einen Tunnel mit bedrohlich wirkenden, indianischen Gestalten. Und plötzlich, ein Knall! Zu hülf, man schießt auf uns, wir sind im Cowboy-Indianer-Krieg oder vielleicht fällt auch "nur" die Bahn auseinander? Die Aufklärung erfolgt am Ende des Tunnels: Das Feuerwerk hat begonnen.

 

Hübsch, aber wir haben jetzt andere Probleme, sausen wir doch grade rückwärts ins nasse Tal!!! Anschließend gibt's auch noch ein nettes Foto der ganzen Aktion, wir bewunderen die Reste des Feuerwerks und gehen abschließend zum Aufwärmen noch schön was Trinken in der Altstadt.