Send-Besuch am 27.6.

Sommerliche Temperaturen, strahlender Sonnenschein – und doch war Send! Dieses ungewöhnliche Zusammenspiel mussten wir direkt ausnutzen und trafen uns am Freitag abend mit 8 Leutels und 2 Kindern zum Zuckerwatte mampfen und Karussell fahren (falls man das heute überhaupt noch so nennen kann, wenn man kopfüber im halsbrecherischen Tempo irgendwo rumwirbelt) auf dem Münsteraner Sommersend. Nach kurzem, entgeisterten Zugucken, wie die Kinders in alles reingingen, was nach maschineller Verdauungshilfe aussah, zog es die Truppe 20+ ins Kettenkarussell. Es geht doch nichts über den guten alten Wellenflug! Huuuuiiiii...

 

Fliegen macht hungrig und kulinarisch wird man auf dem Send ja auch mit allerlei Schweinereien versorgt. Zusammen haben wir, glaube ich, alles einmal durch von den französischen Crêpes über italienische Pizza, holländische Pommes, arabische Falafel zu asiatischen Nudelgerichten, runtergespült mit Erdbeerbowle. Schlecht? Uns? Awat! Frisch gestärkt ging's weiter zu anderen fliegenden Bauten und Möchtegern-Unterwassersimulationen. Aber das absolute Highlight für Groß und Klein war der Wühlkorb mit dem Schild "20 Paar Socken für 1 Euro"! Ehrlich, das glaubt ihr nicht, mit welchem Feuereifer sich da drauf gestürzt wurde... Nach diversen Minuten mit entzückten Rufen und entgeisterten Blicken hatten wir ein unbeschreibliches Sammelsurium aus 20 Paar Socken/Kniestrümpfen zusammen.

 

Beflügelt von diesem "Erfolg" fühlten wir (also die, die theoretisch altersmäßig auch schon Auto fahren dürfen) uns jetzt auch stark genug fürs Breakdance – eine Scheibe, die sich später fast senkrecht stellt, mit ca. 6 offenen "Wagen", wo man sich gegenüber sitzt (damit man auch wirklich jemanden anbrüllen kann und nicht nur so in den Nachthimmel kreischt) und die sich auch noch um sich selbst drehen und das nicht gerade langsam. Hach, man fühlt sich hinterher entweder 10 Jahre jünger oder 100 Jahre älter... Damit sich die Fahrt wirklich lohnt, haben wir auch direkt die Belastbarkeit eines Nokia-Handys getestet: Man kann sagen, was man will über diese Dinger, aber einen Freiflug aus diversen Metern Höhe im Affenzahntempo überleben sie!

 

Mit noch zitternden Knien ging!s dann weiter zu einer gemütlichen Runde im Riesenrad. Zwischendurch fing's noch irgendwo an zu knallen und wir suchten uns hurtig einen schönen Guckplatz fürs traditionelle Send-Feuerwerk. Nach einer wirklich allerletzten Runde *g* Kettenkarussell machten wir uns auf den Heimweg und freuen uns jetzt schon auf den Herbstsend!